Die Athener Intelligenz ist seit Langem in diesem zentralen Viertel mit seinen schattigen Plätzen und lebendigen Cafés heimisch. Jetzt ziehen auch die Hipster hierher.

Urban und weltgewandt

Pangrati ist der Inbegriff eines mittelständischen Wohnviertels mit einer definitiv künstlerischen Aura. Hier waren und sind Musiker, Schriftsteller, Regisseure, Akademiker und Journalisten zuhause, zu den früheren Bewohnern gehörten der Komponist Manos Chatzidakis und der Lyriker Jorgos Seferis. Dies trägt zu einer lebendigen Cafékultur bei, die von zwei Kerngebieten ausgeht, dem Platia Proskopon und dem Platia Varnava. Geschäfte, Restaurants, kleine Bars und Grünflächen – zuzüglich einiger Galerien, eines Filmkunstkinos und eines Theaters – spiegeln die kosmopolitische Lebensweise der Bewohner wider. Das Museum für moderne Kunst der B&E-Goulandris-Stiftung, das 2019 eröffnet wurde, schärft langsam das Profil der Gegend für Besucher, die schon jetzt wegen des Panathenäischen Stadions (auch als Kallimarmaro bekannt) und des Ersten Athener Friedhofs kommen. Die einzigartige Atmosphäre hier bewegt sich zwischen Extravaganz und Konvention. Dies ist eine der begehrtesten Wohnlagen in der Stadt, und es war schon immer schwer, in Pangrati oder Mets eine Wohnung zu finden, weil die Leute hier zwar her- aber kaum wegziehen. Obwohl es technisch gesehen im Stadtzentrum liegt, ist die Stimmung hier dezidiert anders: Pangrati ist nicht der Ort, wo Neues beginnt, sondern wo es sich einrichtet.

Foto: Thomas Gravanis

Das Panathenäische Stadion

Platia Proskopon

Foto: Thomas Gravanis

Foto: Thomas Gravanis

Platia Varnava

Das Postmuseum

Foto: Thomas Gravanis

Foto: Thomas Gravanis

Der Erste Athener Friedhof