Verborgene Schätze: Der gegeißelte Satyr
Wer würde nicht gern einen Blick in die Depots der großen Museen der Welt werfen? Mit der Initiative Unseen Museum macht das Archäologische Nationalmuseum genau das möglich. In regelmäßigen Abständen werden außergewöhnliche Objekte aus den umfangreichen Magazinbeständen der Öffentlichkeit präsentiert. In diesem Sommer steht der sogenannte gegeißelte Satyr im Mittelpunkt: eine faszinierende Marmorstatuette, die trotz des Verlusts von Kopf und Gliedmaßen eine eindrucksvolle Geschichte erzählt. Bei genauer Betrachtung ist auf seiner Schulter noch die feine Spur einer kleinen Kinderhand zu erkennen, ein Hinweis darauf, dass die Figur ursprünglich den Säugling Dionysos auf dem Arm trug. Besonders bemerkenswert sind die sichtbaren Spuren antiker Zerstörung. Tiefe Werkzeughiebe und markante Kratzspuren im Marmor deuten darauf hin, dass die Statue bereits in der Antike bewusst beschädigt wurde. Damit eröffnet sie einen eindrucksvollen Blick auf die bewegte Geschichte hinter dem Kunstwerk und lenkt den Fokus auf die menschlichen Konflikte, die sich buchstäblich in den Stein eingeschrieben haben, weit über die makellose Schönheit hinaus, mit der klassische Skulpturen häufig verbunden werden.
Info
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Preis: 20 €
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Datum: -
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Time: Mittwoch bis Montag: 8:00–20:00 Uhr (letzter Einlass: 19:30 Uhr), Dienstag: 13:00–20:00 Uhr (letzter Einlass: 19:30 Uhr)
- Das Archäologische Nationalmuseum, 44 Patision, Athens, 106 82
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Barrierefreier Zugang
- +30 213 214 4800
- Website